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Strom ist für sie eine mobile Alternative

Strom ist für sie eine mobile Alternative

Der Solarstammtisch diskutiert nicht nur, er tut was. Die Mitglieder nutzen selbst E-Fahrzeuge.

PARSBERG/HERRNRIED (Landkreis Neumarkt). Der „Solarstammtisch“ ist eine Interessengemeinschaft, die sich zusammengefunden hat, um sich bei allen Fragen zu Solartechnik, erneuerbaren Energien, Ökostrom sowie zu Aspekten des Energiesparens und der Wärmedämmung am Haus ganz allgemein auszutauschen. „Zu unserem Stammtisch können alle kommen, die sich für alternative Energien interessieren“, sagt Martin Selch im Gespräch mit dem Tagblatt. Und wer Hilfe braucht, finde diese auch. Was sie aber nicht wollen, seien Leute, die nur reden, aber nichts in Richtung Energie sparen tun.

Ein interessantes Thema stand beim jüngsten Treffen im Mittelpunkt: Elektromobilität. Eingeladen hatte man Anton Walter aus Parsberg mit seinem nagelneuen „i-MiEV“, einem innovativen Elektroauto mit 67 PS. Aus Eglwang kam Markus Lelonek mit seinem zehn Jahre alten Citroën Saxo, der 27 PS auf die Straße bringt. Ein Heimspiel hatte Martin Selch, der das E-Moped seiner Tochter vorstellte. Außerdem präsentierte Gerda Auer aus Langenkreith ihr „Pedelec“.

Man durfte nicht nur staunen, was diese Fahrzeuge leisten – man durfte sich auch selbst ans Steuer bzw. an die Lenkstange setzen und Probefahren. In der Diskussion ging es um das Thema, ob denn die Elektromobilität Zukunft habe, denn, so Selch, es gebe natürlich ein Für und Wider.

Die Stammtisch-Teilnehmer beleuchteten zunächst die Vorteile, die vor allem in einem sehr kostengünstigen Verbrauch liegen. Hierzu meinte Lelonek, der mit seinem Saxo bereits 100 000 Kilometer zurückgelegt hat und diesen seit zehn Jahren täglich fährt, dass sie bei drei Euro pro 100 Kilometer liegen. Martin Selch rechnete vor, dass eine Kostensenkung beispielsweise dadurch begründet sei, dass ein Elektromotor eine Energieeffizienz von 90 Prozent aufweise – im Gegensatz zu den 30 Prozent eines Verbrennungsmotors. Darüber hinaus müsse kein teures Benzin getankt werden und E-Motoren trugen nichts zum Treibhauseffekt bei. „Würde man alle derzeit zugelassenen Autos auf E-Antrieb umstellen, würde der Stromverbrauch um lediglich sieben Prozent ansteigen“, sagte Selch.

Aber Antriebe mit Strom hätten durchaus auch Nachteile, machte Lautenschlager klar: E-Fahrzeuge haben einen sehr hohen Einstiegspreis. Da könne Frankreich Vorbild sein, wie Markus Lelonek einwarf, denn sein Citroën habe vor zehn Jahren 9000 Euro gekostet. „Die können das, aber in Deutschland wird nur geredet und nichts getan, dass die Fahrzeuge billiger werden“.

Dass die Politik nun am Zuge sei, die Rahmenbedingungen zu verbessern, darin war man sich in der Diskussion einig. Den Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Kfz-Steuer zu senken, empfanden die Stammtisch-Teilnehmer jedoch als lächerlich. „Es müssen Kaufanreize her“, sagte Walter. „So, wie es sie bei der Abwrackprämie gegeben hat.“

Um den Nachteil der geringeren Reichweite auszugleichen, zitierte Selch aus einer TÜV-Umfrage. Diese besagt, dass 60 Prozent aller Fahrten, die ein Autofahrer unternimmt, bis 50 Kilometer gehen und 30 Prozent zwischen 50 und 100 Kilometer. Da würde ein E-Auto wie der erste in Großserie hergestellte i-MiEV allemal reichen, denn dieser habe eine Reichweite von 150 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern. Im Fazit waren sich alle einig: „Die Elektromobilität hat Zukunft“.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung – Link zum Artikel

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